An der Ostflanke des Monte Baldo am Gardasee war man auf den Krieg vorbereitet – es kam nicht mehr dazu. Heute sind die Militärstraßen über dem Etschtal ein stiller Traum für Mountainbiker.
Der Ort ist perfekt gewählt für alte Kanonestellung, die die Italiener schon lange vor dem Ersten Weltkrieg hier in den Berg geschlagen haben. Nach Süden reicht die Aussicht bis zum Apenin, nach Norden bis in die Dolomiten. Von hier aus konnten sie genau überblicken, wer das enge Etschtal passieren wollte.
Monte Baldo-Ost – Andere Planet
Die Ostseite des Monte Blado ist das Wahrzeichen des Gardasees. Die meisten Mountainbiker kennen nur die Seeseite des Riesen. Seine OSt-Flanke wirkt wie ein andere Planet: grüne Hänge, keine Biker, keine Touristen-Orte. Einsame MIlitärpisten wickeln sich die steilen Hänge hinauf. „Corno della Paura“ (Horn der Angst“ heißt die Tour im Moser Guide. Sie startet mit der Seilbahn Malcesine auf den Gipfel des Monte Baldo, dreht eine RUnde über die Ostflanke des Baldo und schließt den Kreis zum Ende wieder am See.
Das Problem dieser Trails ist, dass man ihn vom Gardasee aus nur sehr schwer erreichen kann. Man müsste Trails teilweise Trouren anhängen und das würde bedeuten: 1800 plus 1500 Höhenmeter extra für Trails. Wem was für eine Tagestour zuviel ist nimmt am Besten die Brennerautobahn ins untere Etschtal und passiert den Ort Avio und Ala mit dem Auto. Man kennt diese Orte sonst nur von den AUtobahn-Schildern. Es sind vergessene Dörfer mit echtem italienischen Flair und Geschichte. Denn diese Orte, südlich der Frontlinie, warem im Krieg strategisch wichtige Punkte für den Nachschub von Soldaten, Munition und Verpflegung. Die verlassenen Militärstraßen bedeuten für Mountainbiker ein unentdecktes Trail-Paradies.



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